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Excuse me, pitch!

Aktualisiert: 14. März


Stell dir vor, du bist auf einer Party … die Stimmung ist gut, die Musik genau dein Fall … und am Buffet tippt dir jemand auf die Schulter und fragt die Frage aller Fragen:

“Um was geht’s eigentlich in deinem Buch?” 😈


In deinem Bauch kribbelt es und innerlich holst du schon tief Luft, um genau zu erklären, dass deine Protagonistin gerade an einem echt harten Punkt ihres Lebens steht, weswegen sie überhaupt nicht weiß, wie sie eben diese Krise überstehen soll. Es ist schließlich ein Buch über Selbstfindung und den Mut, etwas zu ändern … und dann ist da noch dieser süße Typ nebenan eingezogen, und …


✋🏻 Stopp.


Das will niemand wissen, wirklich. Ich weiß, du bist wahnsinnig stolz auf deine Geschichte und das sollst du auch sein. 


Aber auf die Frage, worum es in deinem Buch geht, solltest du nicht die gesamte Geschichte herunterrasseln. Zum einen nimmst du demjenigen die Chance, selbst zu erfahren, was passiert #spoileralarm. Und zum anderen triggert es überhaupt nicht das Bedürfnis, dieses Buch lesen zu wollen. 

Ein guter Pitch stellt den Kern deiner Story so interessant wie möglich dar. 

Und das kurz und knapp, idealerweise in maximal 1-3 Sätzen.


Kleines Beispiel gefällig?


“Ein elfjähriger Waisenjunge erfährt, dass er ein Zauberer ist und kämpft zum ersten Mal mithilfe seiner Freunde gegen den mächtigsten dunklen Magier und Mörder seiner Eltern an.”


“Eine junge Witwe erhält Briefe ihres verstorbenen Mannes, die ihr über die Trauer hinweg helfen und sie zurück in ihr Leben führen sollen.”


“In einem zersplitterten Königreich kämpfen rivalisierende Adelsfamilien um den Eisernen Thron – während im Norden eine uralte, übernatürliche Bedrohung erwacht, die alle Machtspiele bedeutungslos machen könnte.”


Ich wette mit dir, dass du diese Pitches erkennst, ohne dass ich dazu schreiben muss, von welchen Büchern sie stammen. 😉


Aber nehme ich damit nicht die Spannung, wenn ich all das schon verrate?


War der Film “Titanic” weniger spannend, weil wir wussten, dass das Schiff untergehen wird? Nein.

Ist die Verfilmung eines Buches weniger interessant, weil wir das Buch schon kennen? Nein.

Verschlingen wir manche Bücher mehrmals und bingewatchen Filme/Serien auch drei oder vier Mal? Ja, verdammt! 😃


Und warum? 

Weil uns nicht das Ergebnis interessiert, sondern der Weg dahin. Und vor allem interessiert uns die zentrale Frage des Buches.


Deshalb ist es absolut in Ordnung und sogar sehr wichtig, dass du den Kern deiner Geschichte verrätst. Nur so kann derjenige, der ihn hört, beurteilen ob dein Buch für ihn überhaupt in Frage kommt oder nicht. 


Und wie schreibt man jetzt einen guten Pitch?


Dafür gibt es leider keine richtige Zauberformel. Aber es hilft, dir die folgenden Fragen zu beantworten:

  1. Wer erlebt was und wo?

Beispiel: Zwei junge Menschen begegnen und verlieben sich auf der Titanic.


  1. Was macht meine Geschichte so besonders? Was daran ist interessant?

Beispiel: Die Protagonisten kommen aus zwei verschiedenen gesellschaftlichen Schichten = super Konflikt. Man stellt sich automatisch die Fragen: Kann das gut gehen? Werden sie am Ende ihr Happy End bekommen?


Wie könnte der Pitch für Titanic also lauten?

Schreib mir deine Idee gerne und lass uns darüber quatschen. 🙂



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