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3 ... 2 ... 1 Schritte zum Überarbeiten

Da ist es … das große Finale, der letzte Akt … und du schreibst die magischen vier Buchstaben unter dein Manuskript: Ende.


Zuerst: Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben ein Buch geschrieben – das ist der Hammer! Darauf erst mal ein Sektchen. 🥂#prösterchen

Auch Autoren, die schon viele Bücher geschrieben haben, ist dieser Abschluss eines Manuskripts doch immer wieder ein Highlight. Und das zurecht. 


Immerhin hast du hier eine Welt erschaffen, mit Charakteren, denen du Leben eingehaucht hast. Du hast sie fliegen und fallen lassen, durch Schmerz und Freude begleitet. Du bist verdammt tief drin in deiner Story und das ist gut so. 😊



Doch was jetzt?

Idealerweise hast du dir vor dem Schreiben deiner Geschichte schon Gedanken gemacht, welchen Weg du gehen willst: den über einen Verlag, ins Selfpublishing oder in die Schublade. Letzteres hoffe ich natürlich nicht, denn jede Geschichte verdient es, gelesen zu werden. ❤


Aber egal, ob du mit deinem Buch ins Selfpublishing gehst oder es bei einem Verlag veröffentlichen willst: Eine Überarbeitung deines Manuskripts ist unerlässlich.



Warum?

Weil du zu tief in deiner Geschichte bist. Du hast vermutlich Plotholes erschaffen, Logikfehler kreiert und Dinge übersehen, die dir gar nicht auffallen. Das ist ganz normal und keinesfalls ein Zeichen dafür, dass deine Geschichte schlecht ist.


Aber Schreibhandwerk will gelernt sein, und auch hier gilt: Übung macht den Meister, also bitte nicht den Mut verlieren. 🧡


Umso wichtiger ist es aber, dass du deine Geschichte noch mindestens ein Mal selbst überarbeitest. Und zwar auch dann (oder sogar erst recht dann), wenn du ein Lektorat gebucht hast. 



Aber ist nicht genau dafür das Lektorat?

Jein. Natürlich lässt du dein Buch lektorieren, um etwaige Fehlerchen, Unstimmigkeiten und Logikverbrechen auszumerzen. Aber: Das kann sehr umfangreich werden, wenn du die offensichtlichen Problemstellen nicht selbst ausarbeitest. Und umfangreich bedeutet beim Lektorat leider auch sehr teuer. Statt vielleicht nur einem Durchgang benötigst du plötzlich drei oder vier … Das treibt natürlich auch die Kosten in die Höhe. 

Das wollen natürlich weder wir Lektoren noch du als Autor. 😅


Deshalb empfehle ich dir hier diese drei Steps, um dein Buch bestmöglich für das Lektorat vorzubereiten:


Step #1: Lass es 2-4 Wochen ruhen.

Ich weiß, ich weiß, es ist hart. Du bist fertig, aufgekratzt und willst dein Baby sofort in die Welt hinausschicken. Absolut verständlich, wirklich.

Aber wie eben schon erwähnt: du bist gerade noch voll drin. Wochen- oder sogar monatelang hast du deine Charaktere begleitet und jetzt sollst du sie plötzlich loslassen?

Ja.

Damit erdest du dich und klärst deinen Blick und Verstand für das, was du da geschrieben hast. Das ist wichtig für Schritt #2.


Step #2: Sieh dir noch mal den Plot an

Auch wenn du von Anfang an planst, ins Selfpublishing zu gehen, empfiehlt es sich immer, den Plot vorher auszuarbeiten und aufzuschreiben. Nur so erkennst du, ob deine Geschichte sich tragen kann und kannst beim Schreiben immer wieder vergleichen, ob du noch auf dem richtigen Kurs bist.

(Du bist unsicher, ob dein Plot was taugt? Dann lass uns das checken! ➡ Hier geht's zum Exposé-Check!)


Step #3: Lies dir alles noch mal durch

Dieser Schritt ist natürlich logisch, ich finde es aber wichtig, dass du vorher die anderen beiden Schritte beherzigst. Erst wenn du dich ein wenig von deinem Manuskript distanzieren konntest und dir den geplanten Verlauf noch mal in Erinnerung gerufen hast, macht es Sinn, dir dein Manuskript noch mal durchzulesen.

Denn nur dann bist du offen dafür, Fehler zu erkennen und zu sehen, ob deine Geschichte so funktioniert oder nicht.


Stell dir dabei die wichtigsten Fragen:

  • Wird meine zentrale Frage der Geschichte beantwortet?

  • Werden die Erwartungen meiner Leser an das Genre erfüllt? Wenn nein, ist mein Genre vielleicht nicht richtig zugeordnet?

  • Welche Unstimmigkeiten gibt es?


Und sei offen dafür, beim Überarbeiten Änderungen zuzulassen. Denn nur so kann deine Geschichte reifen und sich verbessern. 🧡


Noch ein kleiner Rat am Rande: Überarbeite dein Manuskript nicht zu Tode. Die perfekte Geschichte gibt es nicht und du wirst es so oder so nicht schaffen, eine Geschichte zu schreiben, die kein Lektorat braucht. Das schaffen nicht mal Bestsellerautoren.


Und jetzt: tief durchatmen und ran an dein Manuskript. 🚀💪🏻


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